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FarneFlechten sind nützlich und schauen teilweise bizarr aus. Die schuppigen oder fädigen Bildungen wachsen auf Bäumen, Mauern, Dachziegeln und Zäunen. Sie sind Futter und Lebensraum für viele Tiere, doch vor allem sind Flechten wichtige Anzeiger für die Luftqualität. Auf Luftverschmutzung reagieren sie stark. Durch Regen und Luft nehmen sie die Schadstoffe ungefiltert auf. Diese Belastungen haben viele Flechtenarten verschwinden lassen, sodass sie inzwischen schützenswert sind.

Flechten sind vom botanischen her keine Pflanzen, sondern eine Lebensgemeinschaft zwischen einem Pilz und einer Alge. Der Pilz bildet den Körper und schützt die Alge vor dem Austrocknen, während die Alge durch Fotosynthese Zucker und dadurch Nahrung bildet. Flechten sind wurzellos und können dadurch kein Wasser aufnehmen. Dieses saugen sie wie ein Schwamm aus Regen oder Nebel auf. Flechten sind auf der ganzen Welt zu finden, ob im Gebirge oder in der Wüste, in heimischen Mooren und Heidelandschaften.

Hauptsächlich wachsen Flechten an Laubbäumen, oft auch unterschiedliche Arten; aber auch auf Dachziegeln, Steinen, Moosen und Waldböden. Sie vermehren sich zum einen durch die Sporen des Pilzes und zum anderen durch Flechtenbruchstücke.

Farne sind Urgewächse und gedeihen am besten dort, wo Schatten und Feuchtigkeit keine anderen Pflanzen wachsen lassen. Auch werden Farne von Schnecken gemieden. Dies ist im Garten in schattigen Ecken besonders wertvoll. Hier sind Farne beliebt als schöne Strukturpflanzen, die in Kombination mit anderen Schatten liebenden Pflanzen interessante Beete ergeben. Die Vermehrung von Farnen geschieht durch Sporen und durch unterirdische Rhizome. Farne blühen nie.

Es gibt eine Vielzahl von Farnen. Vom kleinen zarten Frauenhaarfarn für das Haus bis zum winterharten Riesenfarn. Die meisten Freilandfarne ziehen im Herbst ein und werfen die Wedel ab, aber es gibt auch wintergrüne. Im Garten sind Farne mit normaler Gartenerde zufrieden, sie brauchen auch nicht viel gedüngt zu werden. Zimmerfarne dagegen brauchen gute Blumenerde und möglichst kalkarmes Wasser zum Gießen. Besonders gut gedeihen Zimmerfarne, wenn sie ab und zu mit lauwarmem Wasser besprüht werden.

Für das Zimmer eignen sich am besten Frauenhaarfarn mit seinen feinen Blättchen. Auch der Hirschzungenfarn mit seinen typischen Einbuchtungen ist für das Haus geeignet. An Waldrändern und auf feuchten Lichtungen findet man den mächtigen Adlerfarn, und manchmal den seltenen Königsfarn, der unter Naturschutz steht. Beide werden bis zu zwei Meter hoch.