Der Hibiskus ist auch unter dem Namen Eibisch bekannt und wuchs ursprünglich in China, Südostasien und den polynesischen Inseln. Heutzutage gibt es ihn aber auch im gesamten subtropischen und tropischen Raum. Die Pflanze gehört zur Familie der Malvengewächse und es gibt mehr als 200 verschiedene Arten. Erhältlich ist sie in allen verschiedenen Formen, Farben und Größen. Gehalten wird der Hibiskus als Zimmerpflanze, Kübelpflanze oder als Gartenpflanze.
Bei guter Pflege eine lange Blütezeit
In unserer Region sind besonders der winterharte Strauch- oder Garteneibisch, der Sumpfeibisch, der Mandeleibisch und der chinesische Roseneibisch, der auch als Zimmer-Hibiskus bezeichnet wird, bekannt. Wenn er richtig gepflegt wird, blüht er vom Frühling bis in den Herbst hinein, sodass man sich an seiner Blütenfülle lange erfreuen kann. Wer die Pflanze als Zimmerpflanze im Topf hält, darf diese nicht bewegen, wenn er lange Freunde an den Blüten haben möchte, da dann eventuell die Blüten abfallen. Um ihn möglichst buschig zu bekommen und zu behalten, sollte er entweder im Frühjahr oder im Herbst leicht zurück geschnitten werden. Die Triebspitzen können dann als Stecklinge verwendet werden. Dazu benötigen sie warme Erde und eine Abdeckung mit einer Plastikfolie, damit die Luft warm und feucht bleibt.
Während der kalten Monate weniger gießen
Da der Hibiskus eine Pflanze des Südens ist, benötigt sie einen sonnigen, warmen und windgeschützten Platz. Außerdem braucht sie sehr viel Wasser, so dass die Erde immer feucht, aber nicht nass ist. Die Düngung sollte alle ein bis zwei Wochen erfolgen und ein Besprühen mit einer Sprühflasche ist empfehlenswert, da sie als Tropenpflanze eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigt. Gerade Jungpflanzen sollten jedes Jahr im Frühling umgepflanzt werden. Bei älteren Pflanzen reicht es in größeren zeitlichen Abständen. Wer den Hibiskus überwintern möchte, der sollte einen hellen Standort wählen und darauf achten, dass die Temperatur durchgehend zwischen 12 und 14 C° beträgt. Während der Wintermonate wird sparsamer gegossen.
Nicht nur Pflanze, sondern auch Tee oder Arzneimittel
Doch der Hibiskus ist nicht nur eine Pflanze, die im Garten oder auch als Zimmerpflanze blüht, sie ist ebenfalls ein Bestandteil vieler Kräutertees und Früchtetees. Die intensive Rotfärbung dieser Tees ist auf die Blüten des Hibiskus zurückzuführen. Forscher fanden heraus, dass sich der Genuss von Hibiskus-Tees positiv auf die Gesundheit auswirkt. Herausgefunden wurde dies an der Tufts-Universität in Boston. Hier wurde ein Versuch gemacht, bei dem eine Gruppe von Menschen mit Bluthochdruck über eine gewisse Zeit drei Tassen frisch aufgebrühten Hibiskustee getrunken haben. Bei denjenigen, die einen systolischen Wert von 120 150 aufgewiesen hatten, sank der Blutdruck im Schnitt um sechs Prozent. Bei denjenigen, die einen höheren systolischen Wert besaßen sogar um zehn Prozent im Durchschnitt.
Für den Hibiskus-Tee werden die getrockneten Blütenkelche der Art Roselle verwendet. Hier zu Lande wird dieser Tee unter dem afrikanischen Malve oder unter Sudantee angeboten. Die leicht blutdrucksenkende Wirkung wird auf die darin enthaltenen Antioxidantien zurück geführt. Zwar ist das Trinken dieses Tees kein Ersatz für eine schulmedizinische Behandlung, aber es kann ganz gewiss unterstützend helfen.