
Petersilie und Schnittlauch kennt jeder. Sie würzen Salate, Suppen, Soßen und viele andere Gerichte. Petersilie braucht zur Keimung etwa drei bis fünf Wochen. Dabei muss der Boden immer feucht bleiben. Schnittlauchstöcke können durch Teilung vermehrt werden. Ein besonders feines Kraut ist der Kerbel, im Aussehen der Petersilie ähnlich, nur zartere Blättchen. Eine Köstlichkeit ist Kerbelrahmsuppe, aber auch Eierspeisen, Salaten und Käsegerichten verleiht Kerbel einen besonderen Pfiff. Kerbel hat wie Petersilie eine längere Keimdauer und darf als Lichtkeimer nicht mit Erde bedeckt werden. Beim Liebstöckel, auch als Maggikraut bekannt, reicht eine Staude. Als kleine Pflanze gekauft oder von Freunden bei der Teilung überlassen, wächst der Liebstöckel jahrelang an seinem Platz. Basilikum ist neben Schnittlauch und Petersilie die am meisten verwendete Gewürzpflanze. Bei vielen südländischen Gerichten und Soßen gehört Basilikum hinein. Petersilie, Kerbel und Basilikum sind einjährige Kräuter, die immer wieder frisch gezogen werden müssen.
Verschiedene Minzearten, Zitronenmelisse, Rosmarin, Thymian, Salbei, Bohnenkraut und Oregano sind alles mehrjährige Kräuter, die hauptsächlich durch Teilung oder Pflanzentriebe vermehrt werden. Diese Gewürzkrauter können für Tees getrocknet werden, finden aber auch in vielen Gerichten Verwendung.
Kräuterbeete sollten an einem sonnigen, geschützten Platz angelegt werden und von der Küche aus gut zu erreichen. Der Boden muss durchlässig, locker und unkrautfrei sein. Schwere Böden sollten mit Sand und Kompost durchlässig gemacht werden. Kräuter dürfen nur ganz sparsam gedüngt werden, da die Pflanze sonst viele Blätter bildet und der Geschmack nicht so intensiv wird.
Wer sich die Arbeit machen möchte, kann mit Pflastersteinen oder sonstigen Steinen auch eine schöne Kräuterspirale bauen und die Kräuter dort hinein setzen. Mit Ringelblumen, Kapuzinerkresse und Tagetes dazwischen, wird es ein buntes Kräuterbeet.
Mehrjährige Kräuter brauchen in kalten Wintern Frostschutz, da die Pflanzen sonst vertrocknen. Dazu kann man den Boden mit Laub mulchen und die Kräuter mit Reisig abdecken.