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Begonien sind echte Blühwunder. Im Garten, vor allem aber auf Balkon und Terrasse sorgen sie mit ihren Blüten in Weiß, verschiedenen Gelb- und Orangetönen und allen Abstufungen von Rosa und Rot für üppige Farbtupfer. Deswegen zählen die pflegeleichten Begonia-Arten zu den beliebtesten Pflanzen für die Kultur in Beeten, Kübeln oder Töpfen.

Einer Vertreterin der Gattung "Begonia" ist in diesem Jahr 2011 eine ganz besondere Ehre zuteil geworden: Die Sorte mit dem Namen "Chardonnay" wurde vom Gartenbauverband Nord zur "Pflanze des Jahres im Norden" gekürt. Wie ihr klangvoller Name vermuten lässt, haben ihre Blüten das cremige Blassgelb eines guten Chardonnays.

Eine Begonie namens "Chardonnay"

Norderstedt war der Schauplatz von insgesamt zwölf Blumenschauen, auf denen sich die Begonie namens "Chardonnay" sowie weitere prächtige Blühwunder positiv hervortaten. Auch andere Kostbarkeiten der Floristik wie besondere Rosenzüchtungen, Orchideen oder Lilien können Blumenfreunde bei Blumenschauen oder beim Baldur Gartenversand bewundern. Doch eigentlich braucht die farbenprächtige Begonie gar keine solche Veranstaltung, um ihre Betrachter zu bezaubern. Die Pflanze, die mit zweitem Namen Schiefblatt heißt und zur Familie der Schiefblattgewächse (lateinisch: Begoniaceae) gehört, ist widerstandsfähig und vielseitig. Die aus Südamerika stammende Begonie wird gelegentlich als einjährige Pflanze gezogen, meistens jedoch über Jahre hinweg kultiviert.

Eine vielgestaltige Südamerikanerin

Dann erreicht das krautige Gewächs sogar Höhen von bis zu drei Metern und wächst zum Halbstrauch oder Strauch heran. Ihrer südamerikanischen Heimat verdanken die unterschiedlichen Züchtungen der Begonie ihre mehr oder weniger sukkulenten Eigenschaften. Manche Sorte wie beispielsweise die Begonia incana, die aus Mexiko stammt, ist somit unempfindlich gegenüber Trockenheit. Auch diese Qualität macht die Begonie zu einer der am weitesten verbreiteten Zierpflanzen. Die Sorten Begonia limmingheana, Begonia serratipetala, egregia oder Begonia coccinea sind ebenfalls wasserspeichernde Sukkulenten und somit recht pflegeleicht.

Die Krönung der Gartenkultur

Nicht alle Begonien haben flache Wurzeln. Viele Arten bilden Speicherwurzeln wie zum Beispiel Knollen oder Rhizome aus. Auch Adventivwurzeln, also oberirdisch gebildete Wurzelsprossen, beispielsweise am Stängelansatz sowie Stolonen, sogenannte Kriechwurzeln, bilden viele Begonia-Arten aus. Hiermit können sie perfekt auf die mitunter schwierigen Wachstumsbedingungen in ihrer südamerikanischen Heimat reagieren und zeigen sich auch in der Gartenkultur erstaunlich widerstandsfähig. Begonien wachsen nicht nur kurz und buschig, sondern, je nach Züchtung auch kriechend oder hängend. Mit ihren leuchtkräftigen Blüten und den manchmal sehr fein behaarten, bei anderen Sorten aber fast borstigen Blättern, die sogar zwei- oder mehrfarbig gefleckt oder gesprenkelt vorkommen, sind sie so vielseitig wie robust. Ob in der Hängeampel, im Kübel, in der Pflanzschale oder im Topf - Begonien sind überall ein dekorativer Blickfang. Denn so hart die robusten Gewächse im Nehmen sind, so zart sind ihre Blüten in der Erscheinung.