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Winterzeit ist Streusalzzeit. Sobald Schnee und Eis Straßen und Gehwege blockieren, werden Sie mit den entsprechenden Auftau-Produkten zum Schmelzen gebracht. Die Sicherheit der Nutzer und ein reibungsloser Straßenverkehr machen den Einsatz entsprechender Mittel unumgänglich. Doch aggressives Auftausalz schadet Pflanzen und Natur nachhaltig und wirkt sich negativ auf den Ökö-Haushalt aus. Mit wesentlich sanfteren und die Umwelt schonenderen Methoden ließen sich die Verkehrswege ebenfalls von Eis und Schnee befreien.

Herkömmliches Auftausalz besteht aus verschiedenen Chloriden, chemischen Verbindungen des Elements Chlor. Klassisches Streusalz bestand lediglich aus Natriumchlorid, was in etwa herkömmlichem Seinsalz entspricht. Bei modernem Streusalz werden zum noch schnelleren Auftauen zusätzlich Calciumchlorid und Magnesiumchlorid sowie andere chemische Zusatzstoffe beigemischt. Und genau diese Beimischungen sind es, die das Auftausalz so aggressiv machen: Schnee und Eis schmelzen im Handumdrehen, Natur und Pflanzen werden massiv geschädigt. Vor allem das besonders aggressive Calciumchlorid hat eine verheerende Wirkung. Dass der Straßenbelag auf Dauer geschädigt wird und es zudem zu schweren Korrosionsschäden an Kraftfahrzeugen kommen kann, erschwert die Sache.

Besitzer von Katzen und Hunden wissen es schon lange: Das handelsübliche Auftausalz, das im Winter in Massen auf Fahrbahnen und Gehwege, Plätze und Zufahrtswege gestreut wird, greift die Haut aggressiv an. Die Pfoten werden wund, es können Entzündungen bis auf die Knochen entstehen. Kleine Kinder, die unbeobachtet mit Streusalz vermischten Schneematsch in die Hand oder gar in den Mund nehmen, haben sich schon böse Verätzungen zugezogen. Dennoch wird das Auftausalz mit den aggressiven Beimischungen nach wie vor in großen Mengen zum Einsatz gebracht.

Massiv geschädigt werden Pflanzen durch mit aggressiven Chloriden versehenes Streusalz. Es verschließt die Poren des Wurzelwerks, was eine Aufnahme von Wasser und Nährstoffen verhindert. Die Folge davon sind braun verfärbte Blätter im nächsten Frühling, im schlimmsten Fall kahle Baumkronen und abgestorbene Pflanzen. Nicht nur Umweltschützer weisen immer wieder mahnend darauf hin, die Verwendung dieser Streusalze massiv einzuschränken. So haben Wissenschaftler ein sanfteres Streusalz auf der Basis von Extrakten aus Zuckerrüben entwickelt. Das taut zwar nicht ganz so blitzartig wie die herkömmlichen Streusalze, ist aber wesentlich schonender zu Natur und Pflanzen.