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Essbare WildpflanzenGrundsätzlich ist alles, was die Natur hervorbringt, essbar. Nur manches ist eben für Menschen nicht gut verträglich oder sogar giftig. Daher ist es von Vorteil, essbare Wildpflanzen kennen zu lernen. Nicht, weil man vielleicht im nächsten Urlaub ein Überlebenstraining in der Wildnis anstrebt und daher wissen sollte, mit welchen Pflanzen man seinen Hunger stillen könnte, sondern weil die Wildpflanzen auch oft sehr viele gesundheitsfördernde Eigenschaften haben.

Man kann die essbaren Wildpflanzen in mehrere Gruppen einteilen. Die Unterscheidungsmerkmale lassen zahlreiche Einordnungen zu. Zum Beispiel nach dem essbaren Teil, also nach Früchten, Blättern oder Wurzeln. Oder man teilt nach Verwendung ein, unterscheidet dabei nach Tee, Salat oder Gemüse. Bekannt ist selbst dem Laien der Brennesselsalat, das Sauerampfergemüse oder der Salbeitee, wobei die Grenzen hier selbstverständlich fließend sind, denn aus Brennsesseln kann man durchaus auch einen wohlschmeckenden Tee zubereiten. Da aber, wie erwähnt, nicht alle Pflanzen für den menschlichen Verzehr geeignet sind, ist Vorsicht geboten. Die giftige Vogelbeere, die Tollkirsche, der hübsch bunte Fliegenpilz ist schon manchen sehr übel bekommen. Vor allem Kinder sind stark gefährdet, weil die giftigen Vertreter leicht mit leckeren, süßen Früchten verwechselt werden können. Daher ist vor dem Sammeln und Verzehren der essbaren Wildpflanzen gründliches Kennenlernen der einzelnen Pflanzen sehr wichtig. Dies trifft besonders auch auf Pilze zu.

Wer sich für die Bereicherung seines Speiseplans durch essbare Wildpflanzen interessiert, hat vielfältige Möglichkeiten. Die unterschiedlichsten Zubreitungsformen sind denkbar, hier kann man die Phantasie spielen lassen, ob man nun Gänseblümchen roh als Salatzutat verwendet oder aus goldgelben Löwenzahnblüten wohlschmeckenden Honig herstellt - der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Mit zunehmender Erfahrung lässt sich der Spielraum erweitern, man kann dann die essbaren Wildpflanzen auch gezielt als Medizin einsetzen.

Außerdem ist die Verwendung von essbaren Wildpflanzen in der heimischen Küche nicht nur wegen der gesundheitsfördernden Eigenschaften der Pflanzen zu befürworten. Schon das Suchen und Aufspüren der Pflanzen in Wald und Feld bedingt Bewegung an der frischen Luft, das Sammeln und Sichten der Ernte regt die Sinne an, die frisch verwendeten Zutaten lassen die Speisen zu wahren Vitaminbomben werden. Und wer im Herbst Haselnüsse oder Bucheckern sammelt, kann sich auf gesunden abendlichen Knabbergenuss freuen.