Frostempfindliche Pflanzen wie Oleander sollten entweder zum Überwintern hereingeholt werden oder mit speziellem Pflanzenvlies abgedeckt werden. Lücken, die durch starke Rückschnitte oder durch das Entfernen von einjährigen verblühten Stauden entstehen, können durch Neubepflanzung mit winterharten Stauden gefüllt werden. Diese Stellen kann der Hobbygärtner alternativ mit Zwiebeln für Tulpen, Narzissen oder Krokussen besetzen, die im Frühjahr die ersten bunten Flecken im Garten sind.
Bäume, Büsche, Hecken und mehrjährige Stauden und Rosen sollten rechtzeitig zurück geschnitten werden. Wenn die Blätter gelb werden und abfallen, sehen diese Gehölze ohnehin nicht mehr schön aus und der Rückschnitt ist auch für die Pflanze wichtig, damit sie nicht entartet oder fault. Gerade in kleineren Gärten ist diese Gartenarbeit wichtig, da das Raumangebot beschränkt ist. Der Schnitt im Frühjahr hat den Nachteil, dass der richtige Zeitpunkt verpasst werden kann und die Pflanze bereits austreibt. Manche Pflanzen oder Bäume „bluten“ richtig, wenn sie geschnitten werden. Der Herbst ist für eine derartige Gartenarbeit grundsätzlich dankbarer. Allerdings gibt es Pflanzen wie Clematis oder Himbeere, die erst im Frühjahr von den alten Trieben befreit werden sollten, weil sie einen Frostschutz darstellen. Vorsicht ist bei den Frühjahrsblühern wie Rhododendron oder Forsythie geboten, die möglicherweise Blütenansätze ausgebildet haben.
Wer hier unsicher ist, sollte besser in einem Buch für Gartenarbeit speziell nach dem richtigen Zeitpunkt für seine Gehölze nachlesen.
Wer einen Gartenteich hat, sollte hineinfallendes Laub stets entfernen oder ein Netz verwenden. Bevor der Frost da ist, sollten die Pumpen abgestellt und ggf. ausgebaut werden. Gartengeräte werden ein letztes Mal gesäubert und der Gartenwasseranschluss sollte rechtzeitig geschlossen werden.