Die Bezeichnung "Ginster" wird in Deutschland für zwei unterschiedliche Gattungen verwendet, welche sich allerdings sehr ähneln. Es handelt sich zum einen um die Gattung Cytisus (welche auch den Namen Geißklee trägt) und zum anderen um die Gattung Genista. Alle Ginster sind für Mensch und Tier giftig.
Eigenschaften und Verwendung
Der in Deutschland heimische Besen-Ginster (Cytisus scoparius) kommt in Heidelandschaften wild vor und lässt sich auch im Garten gut als Zierpflanze verwenden. Er kann eine Höhe von 1,50 m erreichen und passt thematisch in einen Heidegarten. Harmonische Gartenbilder ergeben sich zum Beispiel in Kombination mit Birken, Kiefern, Wacholder oder Ebereschen. Ab Ende Mai erscheinen die großen gelben Schmetterlingsblüten. Der Besen-Ginster hat rutenähnliche Zweige, welche nur für kurze Zeit im Jahr mit sehr kleinen, unscheinbaren Blättern besetzt sind. Noch vor Cytisus scoparius blüht Cytisus x praecox, der Elfenbein-Ginster. Von Ende April bis Anfang Mai hüllt sich dieser ansonsten etwas unscheinbare Strauch in eine schwefelgelbe Blütenwolke. Zur selben Zeit blühen etliche Frühlingsblumen, wie beispielsweise Blaukissen (Aubrieta) und Traubenhyazinthen (Muscari). Mit diesen lassen sich hervorragende Farb-Kombinationen von großer Leuchtkraft schaffen. Der Elfenbein-Ginster kann mannshoch werden. Die Züchter haben inzwischen ganze Arbeit geleistet und es existiert - wie übrigens auch beim Besen-Ginster - eine Vielzahl an Sorten mit verschiedenfarbigen Blüten. Es muss also durchaus nicht immer nur reines Gelb sein. Im Heidegarten, im Steingarten oder an Trockenmauern und Böschungen sieht der Elfenbein-Ginster sehr dekorativ aus. Innerhalb der Gattung Genista gibt es, was die Wuchsform betrifft, einige Zwerge. Sie fühlen sich im Steingarten und auf Trockenmauern besonders wohl. Genista pilosa, der Sand-Ginster wird nur handhoch und breitet sich teppichartig aus. Von Mai bis Juli entfaltet er dann seine goldgelben Blüten. Die gefüllt blühende Form des Färber-Ginsters nennt sich Genista tinctoria 'Plena' und ist ebenfalls sehr kleinwüchsig, während der eigentliche Färber-Ginster, Genista tinctoria, bis zu 1 m hoch werden kann. Der Färber-Ginster blüht von Juni bis August.
Standortansprüche und Pflege
Ginster gibt es in Europa, Afrika und Asien. Die meisten Arten und Sorten sind recht frostempfindlich. Auf mageren, warmen Böden und mit viel Sonnenschein gedeihen sie am besten. Ein Rückschnitt ins alte Holz wird nicht gut vertragen.