Der Liguster, botanisch auch Ligustrum genannt, ist ein Zierstrauch, der häufig in deutschen Gärten zu finden ist. Der Name Liguster leitet sich von dem lateinischen Verb ligare ab, was soviel wie binden bedeutet. Zu früheren Zeiten hat man die Zweige des Ligusters verwendet, um aus ihnen etwa Körbe zu flechten. Insgesamt gibt es rund 50 verschiedene Ligusterarten, die alle zur Familie der Ölbaumgewächse zählen. Die meisten von ihnen wachsen in Asien, in Deutschland ist lediglich der gemeine Liguster oder auch liguster vulgare heimisch. Weitere Namen unter denen der Liguster bekannt ist, sind Rainweide und Tintenbaum.
Eigenschaften des Ligusters
Die Beeren, die Rinde sowie die Blätter des Zierstrauchs sind giftig, sowohl für den Menschen als auch für viele Tiere. Bei einer größeren Aufnahme von Beeren können Kopfschmerzen, Erbrechen sowie Lähmungserscheinungen auftreten. Zu Heilungszwecken im Mund und Rachenraum verwendete man zu früheren Zeiten die Blätter des Ligusters. Dies ist heute aber nicht mehr üblich. Im Juni und Juli blüht die Pflanze. Die Blüten haben vier Blütenblätter und verströmen einen unangenehmen Duft. Die eiförmigen Blätter sitzen kreuzförmig zueinander. Im Herbst bilden sich die Beeren heraus, die auch im Winter am Strauch zu finden sind. Insgesamt kann der Zierstrauch eine Höhe von eineinhalb bis drei Meter bekommen. Oft werden Liguster in Hecken angepflanzt.
Liguster im Überblick
- 50 verschiedene Arten
- Ölbaumgewächs
- zu Heilzwecken verwendet
- Blühpflanze mit Beeren
- 3 m Höhe
- Heckenpflanze
Pflege des Ligusters
Liguster-Pflanzen brauchen Wärme und bevorzugen einen kalkhaltigen Boden. Daher sollte bei der Standortauswahl darauf geachtet werden, dass die Ziersträucher stets genügend Licht bekommen. Als Boden empfiehlt sich Schwarzerde, die in der Regel kalkhaltig ist. Regelmäßiges nachkalken im Frühjahr oder Herbst ist zudem empfehlenswert. Insgesamt ist der Zierstrauch recht pflegeleicht und kann gerade in Hecken zu jeder Form zurechtgestutzt werden. Alle paar Jahre sollte ein Verjüngsschnitt vorgenommen werden, damit der Liguster von ihnen her nicht verkahlt. Dieser Schnitt kann ruhig sehr kräftig ausfallen, denn der Zierstrauch nimmt dies zum Anlass, um wieder richtig auszutreiben. Ein Tipp zu Vermehrung des Ligusters ist, indem man einfach holzige Zweige der Pflanze nimmt und sie in den Boden steckt. Wenn diese Stecklinge genügend Feuchtigkeit bekommen, wachsen sie in den meisten Fällen an.